Hymnen, die dich täuschen
Hier liegt das Herz der Runde und ihre größte Falle. „Born in the U.S.A." dröhnt wie ein Fest und klagt an, „Dancing in the Dark" versteckt Unruhe unter einem hellen Takt, „Glory Days" grinst und trauert zugleich.
„Born to Run" kündigt sich über das Saxofon an. Ohne Begleitung wird die Zuordnung deutlich härter.
Sieben Singles aus einer Platte, ein Oscar für ein leises Stück, eine Hymne, die niemand richtig hört: wer sie parat hat, gewinnt Zeit.
Die Stadionnummern gehen glatt durch. Nebraska und Philadelphia machen den Unterschied.
Hier liegt das Herz der Runde und ihre größte Falle. „Born in the U.S.A." dröhnt wie ein Fest und klagt an, „Dancing in the Dark" versteckt Unruhe unter einem hellen Takt, „Glory Days" grinst und trauert zugleich.
Fast alles Klassische trägt die Handschrift dieser Begleitung, und das Saxofon von Clarence Clemons ist der deutlichste Hinweis. Es treibt „Born to Run", hebt „Thunder Road" und nimmt das lange Solo im knapp zehnminütigen „Jungleland".
Derselbe Autor nimmt alles weg, und dort gewinnen die Kenner. „Nebraska", das akustische „The Ghost of Tom Joad", das unheimliche „Atlantic City" und das gehauchte „Streets of Philadelphia" kommen ohne Begleitung aus.
Seine Lieder teilen eine Welt aus Autos, Arbeit und Aufbruch, und sie über ihre Handlung zu benennen, ist eine Prüfung für sich. Mary wartet auf der Veranda in „Thunder Road", ein junges Paar versinkt in „The River".
Leg eine Runde ein und prüf es nach. Kurze Ausschnitte verraten sich oft über die Begleitung, dazu kommen Fragen von „Born to Run" bis „Born in the U.S.A.". An den leisen Stücken entscheidet sich die Spitze.
Die Hymnen „Born to Run", „Born in the U.S.A.", „Dancing in the Dark", „Thunder Road" und „Hungry Heart", dazu abgelegene Stücke von Nebraska und The River.
Seine bekanntesten Aufnahmen verbinden einen triumphalen Klang mit einem düsteren Text, weshalb „Born in the U.S.A." wie ein Fest wirkt. Dazu kommt die stille Seite, wo der Lärm der Stadien verschwindet.
Bruce Frederick Joseph Springsteen, „The Boss" genannt, kam 1949 in Long Branch, New Jersey, zur Welt und wuchs in Freehold auf. Seine Lieder hängen an der Küste von New Jersey und an Asbury Park.
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